ZUKUNFT gestalten


Vom gesunden Standort zur Gesundheitsregion

Nachhaltige Regionalentwicklung, Entwicklung des Lebenswerts und Förderung des Wirtschafts- standortes sind wesentliche Bestandteile eines gesunden Gemeinwesens, das sich durch ein strategisch an Zielen orientiertes Kommunalmanagement sowie eine kooperative Partizipationskultur entwickelt. Dabei handelt es sich um Rahmenbedingungen, die auch für die Ausprägung einer Gesundheitsregion wichtig sind. Als Gesundheitsregionen bezeichnen sich dann rasch Standorte, die dieses Mindestmaß an intakter Standortentwicklung und einige traditionelle Kur- und Erholungs- angebote aus touristischer Perspektive besitzen. Aber das ist nicht alles, zeigt keine medizinische Kompetenz und bedeutet eine uneingelöste Werbeaussage.

Entscheidend für eine Profilbildung als Gesundheitsregion ist die kooperative Nutzung eines interdisziplinären Netzwerks zwischen verschiedenen Branchen und Unter- nehmen der Gesundheitswirtschaft. Diese umfasst nach dem anerkannten Zwiebelmodell nach Dr. Josef Hilbert, IAT, eine Vielzahl von Akteuren und Stakeholdern, die nicht nur zufällig, sondern systematisch Wertschöpfungsketten und Netzwerkstrukturen bilden müssen. Diese diversen Akteure können in einem Gesundheits- cluster zusammengefasst werden. Im Einzelnen geht es hierbei darum,
  • ein regionales Profil als gesunde Region bzw. Ort mit einem breiten Spektrum an Kliniken und Praxen sowie Therapie-, Präventions-, Pflege- und Erholungsangeboten auszubilden.
  • das kommunale Management auf die Umsetzung eines klaren Leitbildes und regionalen Entwicklungskonzeptes hin auszurichten.
  • den medizinischen Branchenkern, also Kliniken, Arzt- und Therapeutenpraxen sowie evidenzbasierte Kurmitteleinrichtungen, regional stützen und nicht allein den Einflüssen von nationaler Politik oder Verbandsinteressen auszuliefern.
  • die Innovationsfähigkeit der Gesundheitswirtschaft zu stärken und mit neuen Angeboten für Wachstum und Beschäftigung weiter auszubauen.
  • in angrenzenden Branchen gesellschaftliche Trends wie den demographischen Wandel, gesellschaftlichen Wertewandel oder Veränderungen des Kommunikationsverhaltens zu analysieren und daraus Chancen für Wirtschaft und Beschäftigung abzuleiten.
  • die Leistungsfähigkeit und Effizienz der Gesundheitswirtschaft zu steigern, um damit zur Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung beizutragen, als Unternehmensstandort attraktiv zu bleiben und gleichzeitig Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit zu steigern.
Vielfach gibt es für dieses komplexe Aufgabenspektrum keine kompetente Koordinationsstelle. Nur noch selten, und dann lokal begrenzt, ist eine klassische Standortverwaltung oder Kurdirektion mit dem erforderlichen Management betraut. Meist konkurrieren mehrere Abteilungen der Kommunal- oder Landkreisverwaltungen. Übergeordnete Destinations- oder Landes- marketinggesellschaften werben bestenfalls mit Gesundheitsstandorten, unterstützen aber nicht deren Angebote und Leistungsträgerstrukturen. Hierfür bedarf es eigener Regionalmanagementstrukturen, wie sie teilweise schon knapp 10 Jahren mit EU- gefördertern Lokalen Aktionsgemeinschaften entstanden sind.

Best practice: aus Erfolgsbeispielen lernen
Unterallgäu aktiv
Mit seiner Branchen- und Fachkompetenz und traditionellen Gesundheitsstandorten baute der Landkreis Unterallgäu als Heimat des Gesundheitspfarrers Sebastian Kneipp schon 2002 ein Regionalmanagement unter Einbindung aller Partner der regionalen Gesundheitswirtschaft auf, dessen erster Geschäftsführer der beauftragten Unterallgäu Aktiv GmbH Dr. Wolfram Schottler war. Zentrale Aufgabe ist bis heute die Weiterentwicklung, Profilierung und Förderung eines medizinischen und gesundheits- wirtschaftlichen Branchenclusters für das "Kneippland® Unterallgäu".

Mit den seinen Kneipp-Heilbädern bietet der Landkreis beste Voraussetzungen zur Förderung des eines regionalen Gesundheitsprofils in einem Handlungsfeld von „Ganzheitlicher Gesundheitskultur“. Zentrale Aufgabe der Unterallgäu Aktiv GmbH war die Schaffung der Gesundheitsregion, deren Ziel die Vernetzung aller Akteure der Gesundheitswirtschaft zur Ausgestaltung wettbewerbsfähiger medizinischer und therapeutischer Angebote sowie neuartiger Präventionsangebote war. Höhepunktveranstaltungen sind seit Beginn die jährlichen Gesundheits- und Wellnesswochen, die Bewusstsein und Corporate Identity in der Gesundheitsregion fördern. 2003 wurde eine Qualifikations- und Qualitätsoffensive zur Stärkung der Gesundheitsregion angestoßen, in deren Mittelpunkt die Bildung von Kooperationen zwischen Stakeholdern der Gesundheitswirtschaft sowie Maßnahmen zur Angebotsverbesserung und Vermarktung standen. Tätigkeitsschwerpunkte sind bis heute 
  • Moderation der lokalen Aktionsgemeinschaft Gesundheitswirtschaft,
  • Koordination der jährlichen Unterallgäuer Gesundheitswochen,
  • Koordination des landkreisweiten Projektes Aktiv Park Kneippland Unterallgäu,
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Kliniken, Praxen und Kurbetrieben sowie weiteren Leistungsträgern der Gesundheitswirtschaft mit dem Landratsamt und den Kommunalverwaltungen.

AnführungDie Stärke von Unternehmen>Region liegt für die Entwicklungen und Moderation von Gesundheitsregionen in einer ausgeprägten Kommunikationskultur zur angemessenen Einbindung aller Beteiligten. Dadurch entstehen machbare Lösungen und messbarer Erfolg.


Bio-psycho-soziale Gesundheit Klinikmanagement

AnführungszeichenUnternehmensberatung
     
Pfeil Innovation Leistungsangebot
und Strukturen

Pfeil Optimierung Prozessmanagement
und Effizienz für Unternehmen
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Zwiebelmodell der Gesundheitswirtschaft
Gesundheitswirtschaft
nach Dr. Josef Hilbert, IAT
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Download

Wellness Gsundheitstourismus DTV Praxisleitfaden Schon 2002  befasste sich Dr. Wolfram Schottler im Auftrag des Deutschen Torismusverbandes mit Wellness als einer viel diskutierten Facette gesundheitswirtschaftlicher Aktivitäten, die als Alternative zur Kur diskutiert wurde. Der als Printversion inzwischen vergriffene PRAXISLEITFADEN WELLNESS kann hier herunter geladen werden.
Praxisleitfaden Wellness
im Auftrag des Deutscher Tourismusverbandes DTV 

Download 10 MB
 
CRM Vortrag Schottler
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"Das gesunde Gemeinwesen:
Nachhaltige Kommunalentwicklung"

von Wolfram Schottler in: "Unternehmen nachhaltig führen - Führung, Verantwortung
und Nachhaltigkeit im Management"
Die neue Führungskunst






In der Reihe
"Die neue Führungskunst",
hrsg. von Lutz Becker, Holger Hakenson,
Frank H. Witt, 2012 Symposion- Verlag Düsseldorf

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