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Künstliche
grenzüberschreitende Kooperationsräume wie z.B. am Oberrhein
die PAMINA-Region haben es da in der Vermittlung einer gemeinsamen
touristischen Werbebotschaft schwer. Schon der Name, PA steht für
Palatinat =
Pfalz, MI für Mittlerer Oberrhein und NA für Nord-Alsace, charakterisiert die
Problematik, dass der Aufbau einer touristischen Marke, die auf einfach
kommunizierbare Images und Markenaussagen funktioniert, hier für den
grenzübergreifenden Raum zu sehr erklärungsbedürftig ist. Hinzu kommt, dass
dieser grenzüberschreitende Raum nicht von „No-name-Regionen“ gebildet wird,
sondern von eigenständig erfolgreichen touristischen Marken: Pfalz, Elsass, Schwarzwald.
Gleiches gilt für andere
Eurodistrikte am Oberrhein oder an Saar und Mosel, die vielfach wünschenswerte
Verwaltungskonstrukte und konsequenter Ausdruck einer guten interkommunalen
Zusammenarbeit und gemeinsamen Regionalplanung sind, aber keine gemeinsamen
Tourismusdestinationen in der Wahrnehmung der Gäste.
Die regionale Entwicklung für die Bevölkerung
ist vielfach schon weiter:
Der grenzüberschreitende
Austausch besonders im Bereich der Infrastruktur mit Straßen und zunehmenden
ÖPNV-Angeboten zum Einkaufen, für Freizeit und bilingualen Kulturangeboten und
sogar zum Wohnen sehr aktiv. Die Entwicklung von handlungsfähigen Tourismusorganisationen
und gemeinsamem Marketingaktivitäten endet dabei praktisch noch immer an
Landesgrenzen. Grenzüberschreitende Tourismusvereinigungen haben bestenfalls
Verbandscharakter, aber kein ausreichendes
Marketing.
In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit liegt
noch Potenzial für neue Märkte
Für viele Destinationen gilt,
dass sie im Verdrängungswettbewerb oft stereotype Themen und Quellmärkte mit
meist auch eingefahrenen Marketingaktivitäten bearbeiten können. In Deutschland
richtet sich der Blick auf deutsche Gäste in Frankreich auf französische. Gründe
liegen freilich in der Geschichte und den Sprachunterschieden. Dennoch fehlen für
eine professionelle Bearbeitung des räumlich so naheliegenden grenzübergreifenden
Raumes oft an Wissen: weitgehend unbekannt ist für Deutsche Tourismusmanager der
französische Tourismusmarkt, Mentalität und Nachfrageanforderungen von Touristen
in der Region, die aus Frankreich kommen. Dementsprechend fehlt es beidseitig
an bilingualen Informationen und Angeboten, mit denen auch das Wissen und die
Neugierde der Gäste für den grenzüberschreitenden Besuch entwickelt würden.
Wichtig: konsequente Anwendung einiger
strategischer Grundregeln
Die grenzüberschreitende Region
muss am Verständnis eines gemeinsamen deutsch-französischen Kulturraumes
arbeiten. Neben Abbau von bürokratischen Hemmnissen, Verbesserung der Infrastruktur
sind vor allem Wissen und Sprachkompetenz über den Raum zu entwickeln. Für die
Bürger der Region bedeutet dies die Bewerbung von grenzüberschreitenden
Kontakten und sozialer Interaktion, Kultur, Vereinen, Handwerksleistungen etc. Der
Bürger als Gastgeber ist in jeder Tourismusregion noch immer der beste
Tourismusbotschafter. Für diese Entwicklung braucht es aber Zeit und einen
systematischen Aufbau, den die Eurodistrikte vielfach betreiben. Ihre
Tourismusorganisationen müssen jedoch weiter ertüchtigt werden.
Bilinguales Marketing und die
Marktbearbeitung in zwei Nationen sind natürlich kostenintensiver. Dafür fehlen
oft Mittel bzw. sind im Inland bei lokalen Tourismusorganisationen gebunden.
Außerdem muss die grenzüberschreitende Organisation die Mitwirkung der lokalen
Tourismusverbände organisieren.
Gemeinsames Marketing fußt auf einer
handlungsfähigen Struktur und systematischen Vorgehensweise.
Für die Tourismusentwicklung sind
als strategische Meilensteine zu planen:
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Herausarbeitung
eines gemeinsamen Leitbildes mit Definition der alleinstellungsfähigen Merkmale
und eines identifikationsfähigen Selbstbildes für die grenzüberschreitende Region.
Das Leitbild gibt auch grundsätzliche Wegweisung für die regionale
Tourismuspolitik, Entwicklung von Infrastruktur, regionalem Innenmarketing und
dem Tourismusmarketing.
-
Analyse der grenzübergreifenden
Nutzung von landschaftlichen und natürlichen Potenzialen, kulturellen
Potenzialen und gemeinsamer Geschichte, Rad- und Wanderrouten und
Veranstaltungen, die verschiedene Lebensarten und Mentalitäten zeigen. Dabei
ist nicht nur die Summe der Besonderheiten der Teilregionen, sondern vor allem
der grenzübergreifende Mehrwert bedeutsam.
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Festlegung von
Themenkombinationen und Gestaltung von Angebotskombinationen für eine erkennbare
Profilierung und Marktpräsentation der grenzüberschreitenden touristischen
Destination.
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Schaffung
einer leistungsfähigen gemeinsamen Organisationsstruktur für die Entwicklung
und das Marketing de grenzübergreifenden Region unter Mitwirkungspflicht der
regionalen Organisationen muss dabei das gemeinsame Dach bilden.
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Harmonisierung
von Verwaltung, Planung, Berichtswesen und Organisationen, bzw. Festlegung einheitlicher Schnittstellen.
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Festlegung
der Zielgruppen und deren Erreichung in den Partnernationen sowie im
internationalen Marketing.
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Strategische
Marktansprache mit Werbemaßnahmen zur Imagebildung zunächst im regionalen
Innenmarketing, dann zunehmend ausgeweitet mit Kommunikation eines
wiedererkennbaren regionalen Profils, das sich an „Leuchtturm-Angeboten“
orientiert.
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Nachfrageorientierung
und Kundenbeziehungsmanagement für die definierten Zielgruppen: Entwicklung
eines bilateralen Customer Relationship Management.
Dabei liegen die Hauptziele für
grenzübergreifende Regionen oder Eurodistrikte
-
in der Verbesserung
der Kohäsion der Teilregionen
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der Bildung
eines Selbstverständnisses als grenzübergreifende Destination mit gemeinsamen
touristischen Themen
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Professionalisierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
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Verbesserung von Bekanntheitsgrad und Image durch Profilierung
z.B. als deutsch französische Erlebnisregion mit Rad-, Wander-, Kultur-,
Gesundheits- und Genuss-Angeboten
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der partnerschaftlichen
Wirtschaftsförderung von touristischen Dienstleistungen mit Qualifikation des grenzübergreifenden
Angebotes
Eine international kooperative
Regionalentwicklung für die Bildung einer grenzübergreifenden Destination ist
dabei auch in mehrsprachigen Räumen keine illusionäre Vision mehr, sondern ein professionelles
Projekt mit konkreten Anforderungen.
Für weitere Informationen und Beratung sprechen Sie unverbindlich mit Herrn Prof. Dr. Wolfram Schottler (email@unternehmen-region.eu)
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Grenzübergreifende
Destinationen gibt es kaum. Analysen zeigen, dass besonders historische
Kulturräume, aktuelle Landesgrenzen und naturräumliche Maßstäbe für das
touristische Verhalten entscheidend sind. Der Managementberater Prof. Dr.
Wolfram Schottler hat 10 Jahre
Erfahrung in der länderübergreifenden Zusammenarbeit besonders zwischen
Deutschland und Frankreich.

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