| Als Praxisbeispiel wurde
über aktuelle Fragen der infrastrukturellen und touristischen Entwicklung Georgiens diskutiert. |
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Georgien
versteht sich als Keimzelle Europas, da das Land eine der
frühesten christlichen Staatskirchen ab dem 4. Jahrhundert
hatte und jahrhundertelang gegen andere kulturelle Kräfte
verteidigt hat. Aus
diesem, in Westeuropa natürlich heute anders wahrgenommenen
Selbstverständnis
entwickelte sich in postsowietischer Zeit intensiv das Bestreben nach
Anschluss
an westeuropäische Nationen und nach der Positionierung auf
europäischen
Märkten.
Das Land
(vergleichbar der Größe der Schweiz) besitzt eine beeindruckende landschaftliche
Vielfalt: von tropischer Vegetation am Ostufer des Schwarzen Meeres
über steppenartige Täler, die an die Weite Asiens erinnern bis zu den
über 5.000 m hohern Gipfeln des Kauasus im Norden und im Süden des
Landes. Beeindruckende Kulturdenkmäler u.a. mit 1500 Jahre alten Kirchen als
UNESCO-World Heritage sowie der Lebensart einer gastlichen Weinregion, in
der gerne gut und rechlich gegessen wird, bstimmen weitere
attraktive Merkmale, die von großem touristischem Interesse sind.
Gleichwohl
ist der 2008 in einem Krieg mit Russland eskalierte Konflikt mit
Nachbarn und Minderheiten kein sichtbares, aber emotionales
Tourismushindernis. Außerdem offenbart die Infrastrukturentwicklung
die aus postautoritären Staaten bekannten gewaltigen Diskrepanzen
zwischen Modernität und Mondänität einerseits sowie Armut und Verfall
andererseits.
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Unternehmen>Region international:
Auf Einladung
der IB Euro-Caucasian University Tbilisi und in Kooperation mit der IB-Hochschule Berlin nahm Prof. Dr. Wolfram Schottler mit Unterstützung des DAAD an
einer internationalen Forschungs- und Vortragsreise nach Georgien im
Kaukasus teil. Ziel war ein Beratungsprojekt mit Workshops und
Vorträgen zum Themenfeld „Regional development and tourism
management“.
Im
Rahmen der fünftägigen internationalen Veranstaltung
informierte Prof. Schottler in sienem Vorträgen und Workshops ca.
60 Teilnehmer der IB Euro-Caucasian University Tbilisi, der Caucasian Business
School, der staatlichen Javakhashvili-Universität sowie
Vertreter des georgischen Wirtschaftsministeriums über Fragen der
professionellen Regional- und Tourismusentwicklung sowie
Entwicklungskonzeptionen für Markenaufbau und Marketing für
eine internationale Destination.
Angesichts
der gravierenden Gegensätze des Landes (siehe Kasten links) wurde
intensiv über Möglichkeiten und professionelle
Strategien der Entwicklungunter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten zur Entwicklung einer Destination mit ihrem spezifischem
Stakeholderkreis und ihren Dienstleistungsbesonderheiten diskutiert. Eine wesentliche
Bedeutung hat für die nachhaltige Regionalentwicklung die Erarbeitung von
strategischen Leitbildern für eine international ausgerichtete
Tourismuspolitik, für die eine SWOT- und Potenzialanalyse sowie
Leitbild-Szenarien erarbeitet wurden.

Zugleich
wurde über die Möglichkeiten für einen
regelmäßigen Austausch von Tourismuswissenschaftlern und
verantwortlichen Vertretern für die Tourismuspolitik und die
Wirtschaftsentwicklung des Landes verhandelt.
Die Öffentlichkeit in Georgien nahm regen Anteil an den
Beratungen zur Entwicklung des Landes. Die intensiven
Gespräche über weiterführende Kontakte und Zusammenarbeit haban
dazu
geführt, dass Anschlusseinladungen im Jahr 2011 erfolgen sollen
und die Kontakte mit der georgischen Regierung im Bereich der
Kultur- und Tourismuspolitik intensiviert werden sollen.
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Die Vorträge wurden in englischer Sprache gehalten. Die Teilnehmer haben
ein ausführliches Skript und Informationsmaterialien zur qualifizieren Weiterarbeit erhalten.
Die Beratungen sollen im Jahr 2011 fortgesetzt werden und die Kontakte zur georgischen Regierung im Bereich der
Kultur- und Tourismuspolitik intensiviert werden. |
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